Sonntag, 23. November 2014

Willkommen in der Arbeitswelt...!


So, jetzt wird es endlich mal Zeit, mehr über meine Jobs zu berichten. Mittlerweile habe ich drei Jobs, die sich auf fünf Wochentage verteilen. Montags und dienstags bin ich in der Förderschule, die in unmittelbarer Nähe von uns ist. Die Förderschule hat ihren „Hauptsitz“ am anderen Ende der Stadt und beherbergt dort 5 Klassen. Des Weiteren gibt es drei weitere Schulen (zwei Grundschulen und eine Mittelschule), die jeweils eine sogenannte „Satellite Class“ hat. 

Ich bin nun seit gut 3 Wochen an der Owhata Primary School und helfe dort, wo ich gebraucht werde. In der Klasse sind momentan 13 Schülerinnen und Schüler, hauptsächlich aus dem Förderbereich geistige Entwicklung und emotionale soziale Entwicklung (genau die Kombi, die ich an der Uni studiere). Unterrichtet wird diese Klasse von zwei Lehrerinnen und vier Teacher Aids, was sich nach viel anhört, in dieser Klasse aber nicht ausreichend ist. Da die Kinder alle unterschiedlich alt sind und damit auf unterschiedlichen Lernlevels sind, wird nicht im Klassenverband unterrichtet, sondern in Einzelbetreuung oder in Gruppen von maximal drei Kindern. Die Kinder lerne ich so langsam aber sicher besser kennen und ich bekomme eine Vorstellung, wie es später sein wird, in einer solchen Klasse zu unterrichten. Die Lehrkräfte und Teacher Aids sind auch alle sehr nett und mit einer von ihnen habe ich mich auch schon etwas mehr angefreundet. Sie heißt Jenny, ist 22 Jahre alt und kommt aus Holland. Sie hat ihr Studium bereits abgeschlossen und arbeitet jetzt hier als Teacher Aid in der Klasse. Ich habe diese Woche eine Anzeige in der Zeitung gelesen, dass die Schule ab nächsten Jahr neue Teacher Aids sucht und ich werde mich für einen dieser Jobs bewerben. Somit könnte ich dort Vollzeit arbeiten und gleichzeitig gut Geld verdienen. Somit müsste ich nicht mehr im Café arbeiten und könnte mir aber trotzdem noch ein WG Zimmer leisten. Mal gucken, wie das ganze ausgeht. ;)

Der zweite Arbeitsplatz ist immer noch St Chads. Dort fühle ich mich auch richtig wohl und ich bin überrascht, wie gerne ich doch mit Erwachsenen arbeite. Bis jetzt hatte ich in diesem Bereich hauptsächlich mit Kindern zu tun und dachte, dass die Arbeit mit Erwachsenen nichts für mich wäre, aber ich wurde eines Besseren gelehrt. Dort bin ich hauptsächlich immer noch im Kunstraum mit Donna und die Arbeit mit ihr macht echt Spaß. Nebenbei lernen wir alle noch die Gebärdensprache von James, einem Angestellten der taubstumm ist. Ich werde hoffentlich nächste Woche mal die Gelegenheit haben, ein paar Fotos zu machen, dann könnt ihr meinen Arbeitsplatz mal begutachten.

Mein dritter Job ist im Café, in dem auch Henny arbeitet. Am Anfang habe ich mich echt auf die Arbeit dort gefreut, da ich die letzten zwei Jahre echt sehr gerne in der Eisträumerei gearbeitet habe. Leider stellt sich der Job mehr und mehr als unzufrieden stellend für mich raus und ich habe nicht mehr so richtig große Freude bei der Arbeit. Die Kommunikation funktioniert leider nicht gut, die Chefs sind komisch, die Art wie der Kaffee zubereitet wird ist mir fremd (nicht so wie ich es im Café bei Conny gelernt habe) und die Hygiene lässt echt zu wünschen übrig. Ich werde da sehr wahrscheinlich nur noch vier Wochen bleiben, sprich bis Weihnachten. 

An Weihnachten werde ich dann auf der Farm mit den anderen sein und so wie es momentan aussieht, wird Mandy (eine deutsche Freundin von mir hier) auch für ein paar Tage vorbeischauen. Sie wohnt momentan in einer WG und möchte Weihnachten nicht alleine verbringen, daher habe ich sie dann spontan auf die Farm eingeladen. Da wir dort sowieso mehr Leute als verfügbare Betten sein werden, werden einige im Zelt schlafen. Da kommt es dann auf eine Person mehr oder weniger im Zelt nicht an. ;) Für Sylvester ist noch nicht viel geplant, im Moment sieht es danach aus, dass ich auf der Farm sein werde. Vielleicht fahre ich aber mit Mandy noch spontan irgendwo hin. Nach Sylvester geht es dann gleich südlich Richtung Wellington, von wo ich dann die Fähre nach Picton nehmen werde. Von dort aus werde ich dann meine fünf Wochen Rundreise von rund 3800km starten. Ich habe mal auf einer Karte eingezeichnet, wo ich überall Halt machen werde. Dies wird dann die erste große Reise für mich sein, auf der ich alleine unterwegs bin. Natürlich lernt man immer Leute im Hostel kennen, aber geplant ist der Trip für mich alleine. Ich bin schon sehr gespannt, wie es ohne dauerhaften Begleiter sein wird – sicherlich eine sehr gute Erfahrung!

Vor zwei Wochen war ich dann alleine auf der Farm bei Michele und Shaun und habe Pipi mitgenommen. An diesem Wochenende habe ich viel hinsichtlich des Melkens gelernt. Zeit dafür war ja genug, jeden Tag zweimal melken. Ja ihr habt richtig gehört, ich bin tatsächlich an meinem Wochenende an beiden Tagen um halb fünf aufgestanden und habe mitgeholfen! ;) Am Samstagabend sind wir dann mit zwei Freunden von den beiden nach Papamoa Beach gefahren, um dort zu fischen und am Strand zu Abend zu essen.

Papamoa Beach

Letztes Wochenende waren dann Henny, Keith und ich wieder auf der Farm. Diesmal allerdings waren wir drei alleine verantwortlich, da Michele und Shaun übers Wochenende nach Wellington geflogen sind. Dadurch hieß es wieder früh aufstehen, was dieses Mal echt nicht einfach war, da ich eine Grippe hatte… Da ich mich dann am Wochenende nicht wirklich auskuriert habe, lag ich dann die nächsten drei Tage erstmal flach…

Hier unten seht ihr mal die Karte von meiner Reise und darunter die Stopps (einfach aufs Bild klicken, dann wird es größer).


1 Picton – 2 Marahau – 3 Collingwood – 3/4 Punakaiki – 4 Arthur’s Pass – 5 Akaroa – 6 Oamaru – 7 Caitlins – 8 Manapouri/Doubtful Sound – 9 Queenstown – 10 Wanaka – 11 Mount Cook – 12 Lake Tekapo – 13 Christchurch – 14 Kaikoura

Heute war ich dann mit Mandy und einer anderen Deutschen am Green Lake wandern. Der Green Lake ist nur gute 10 Minuten von Rotorua entfernt und liegt direkt hinter dem Blue Lake. Am Blue Lake war ich schon öfters mit Pipi (dem Hund) spazieren, denn dort führt ein 5,5 km langer Weg einmal rund um den See. Heute haben wir aber einen Weg zum Green Lake ausprobiert und sind hin und zurück 11km gelaufen und haben auf halben Weg wunderschön auf einem Steg unser Picknick ausgebreitet. Als wir wieder zurück waren, haben wir noch spontan entschieden den Blue Lake Walk dranzuhängen, dementsprechend haben wir stolze 15km zurückgelegt. :D

Das waren erstmal wieder die wichtigsten Neuigkeiten vom anderen Ende der Welt!
Bis dahin, fühlt euch gedrückt!
Jana

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