Die Feiertage sind endlich rum
und das Schlemmen hat (zum Glück) ein Ende. ;)
Die letzten Tage waren sehr
schön, aber auch sehr anstrengend. Vor gut zwei Wochen ist Eva angekommen, die
dänische Austauschschülerin, die zwei Jahre nach mir bei Henny und Keith für 3
Monate gelebt hat.
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| Tagesausflüge |
Zusammen mit ihr und Mandy bin
ich am 23. Dezember auf die Farm gefahren. An diesem Tag war gleich eins der
Highlights der Feiertage – Hobbiton Movie Set! Keine 10km von der Farm liegt
das weltberühmte Filmset von Herr der Ringe und der Hobbit. Eva und ich sind
dann kurz nach der Ankunft auf der Farm weiter zu Hobbiton gefahren und haben
ein kleines Vermögen für die Eintrittskarte hingeblättert. Aber was sein muss,
muss sein – erst recht für alle Herr der Ringe Fans! Kleine Reisebusse haben
dann die Tourgruppen im 10 Minuten Takt zum Auenland gefahren, welches nicht
von der Straße aus zu sehen ist, damit man ja keinen Blick erhaschen kann. Das
Auenland liegt auf einem riesigen Farmgelände versteckt hinter ein paar Hügeln.
Insgesamt sind wir gute 1,5h durch das Außenset gelaufen und haben viele
„Insider-Geschichten“ über den Dreh erfahren. Da das Filmset ein reines
Außenset ist, wurde keine der Szenen im Inneren eines Hobbithauses in Hobbiton
gedreht. Sobald eine der Szenen „drinnen“ gespielt wurde, kam das Set in
Wellington zum Einsatz. Zum Schluss gab es dann noch einen gratis hausgebrauten
Apfelcider im Green Dragon Pub, wohlbemerkt im Originalset mit Originalmöbeln! :D Fazit: der Spaß hat
sich für mich als Fan gelohnt.
Am nächsten Tag, „Christmas Eve“
(24. Dezember), bin ich zusammen mit Mandy zu dem Wairere Wasserfall in der
Nähe von Matamata gefahren. Der Wasserfall ist mit 150m der höchste in
Neuseeland und in der flachen Umgebung gut aus weiter Entfernung zu sehen. Um
zu dem Wasserfall zu gelangen, muss man einen rund 90 min Wanderweg hinauf den
Berg durch einen wunderschönen, fast tropischen, Wald bewältigen. Aber das
Schwitzen und Schniefen lohnt sich am Ende, denn man wird mit einem
wunderschönen Ausblick belohnt.
Abends fand dann unser „Christmas
Eve Dinner“ statt – ein typischen BBQ draußen im Garten. Neben Henny, Keith,
Michele, Shaun, Ryan, Eva, Mandy und mir waren noch der Opa, Hennys Schwester
Heidi plus Anhang und Teile von Shauns Familie da. An diesem Tag sind dann auch
noch Evas Mutter und dessen Partner aus Dänemark angereist. Da das Haus nicht
genügend Schlafplätze für alle bot, hat der Großteil auf der Nachbarweide
gezeltet.
Dann war es endlich soweit –
„Christmas Day“ (25. Dezember)! Morgens wurden dann endlich die Geschenke
aufgemacht. :D
Während des Tages ist nicht viel passiert, manche sind auf der Farm spazieren
gegangen, andere haben ihre Geschenke ausprobiert (z.B. Pfeil und Bogen) und
manche (wie ich :D)
haben den Tag über nur gefaulenzt. Abends gab es dann ein riesen Dinner mit gut
25 Leuten. Wir hatten die ganze Zeit über sehr viel Glück mit dem Wetter, es
war jeden Tag super warm und wir konnten immer draußen essen.
Am 26. Dezember („Boxing Day“)
wurde dann das erste Weihnachtsgeschenk eingelöst – Black Water Rafting in den
Waitomo Höhlen (vielen Dank hierbei an meine Tante Conny und meine beiden Onkel
Hans und Franz!). Ryan, Eva und ich haben uns für die extremste Variante, der
Black Abyss Tour, entschieden. Die 5-Stunden Tour umfasste das Abseilen in ein
35m tiefes dunkles Loch, Flying Fox im Dunkeln unter tausend leuchtenden
Glühwürmchen, Tuben im eiskalten unterirdischen Fluss (man sitzt in großen
Reifen), Flusswandern, das Begegnen von den zwei berühmten Aalen Veronica und
Vodka und das Heraufklettern von Wasserfällen – ein einmaliges Erlebnis!
Am 26. ist dann abends der
Großteil der Weihnachtsgesellschaft abgereist und Mandy ist dann am nächsten
Tag Richtung Auckland aufgebrochen. Somit konnte ich mich wieder im Kühemelken
üben. J
Mittlerweile bin ich sogar so geübt, dass ich den Teil „Cups-Off“ ohne
Supervision machen kann (kleines stolzes Schulterklopfen an dieser Stelle :)). Michele konnte somit
einen morgen wieder ausschlafen und ich habe mit Shaun zusammen die Kühe
gemolken.
Ein weiterer Ausflug ging dann
zum Prawn-Park kurz vor Taupo, wo man mit kleinen einfachen Angeln so viele Garnelen fangen kann, wie man will. Klingt erstmal echt
toll, aber schnell wird man feststellen, dass eine gute Ausdauer gefragt ist,
wenn man genügend Prawns für sein Mittagessen fangen möchte. Mein Ergebnis – 4
Prawns in zwei Stunden! Klingt nach nicht viel, ist aber relativ viel. ;)
Am nächsten Tag sind dann Henny,
Ryan, Eva und ihre Mutter plus Partner in den Nationalpark in der Nähe von
Taupo gefahren und haben das Tongariro Crossing gemeistert. Das Crossing ist
eine nicht einfache, aber dafür umso atemberaubendere Tageswanderung (Lisa, das
ist ein MUSS für uns, wenn du im Februar nach Neuseeland kommst ;)! ). Michele
und ich sind nicht mitgegangen und haben uns stattdessen einen schönen
Mädelstag in Tauranga gemacht. Das Wetter war mal wieder super klasse und wir
sind mit einem Eis die Strandpromenade entlang geschlendert, haben Sushi am
Strand gegessen und noch etwas Weihnachtsgeld in den Läden gelassen. :)
Der letzte Feiertag im Jahr stand
an – Silvester. Da hier auf der Farm der Betrieb nie zum Stillstand kommt, sind
wir den Silvesterabend ruhig und entspannt angegangen. Zum Abendessen gab es
mal wieder ein kleines Festmahl im Garten und danach haben wir noch entspannt
gequatscht. Da hier in Neuseeland „Dinner for One“ absolut unbekannt ist, habe
ich diese Tradition mal eingeführt. Mitternacht haben wir dann nicht mehr
geschafft, was aber gar nicht schlimm war.
Am 1.1. bin ich dann wieder nach
Rotorua gefahren, um meine Koffer für die große Reise zu packen. Die nächsten 5
Wochen werde ich jetzt auf der Südinsel unterwegs sein und hoffentlich
regelmäßig Berichte schreiben können.
Ich hoffe, ihr habt die Feiertage
auch gut überstanden, seid gut reingerutscht und habt ordentlich geschlemmt?!
Bis bald! :)

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