Freitag, 23. Januar 2015

Roadtrip Teil 3: Punakaiki – Arthur’s Pass – Akaroa – Methven – Oamaru (14.1. – 21.1.)

Langsam aber sicher habe ich die Hälfte meines Urlaubes erreicht, aber zum Glück habe ich die letzten Tage auch wieder einiges gesehen.

Autofahrt von Punakaiki nach Arthur's Pass (140km)
 Nachdem ich mit Emma und Tyler (den Amerikanern, die ich aufgesammelt hatte) in Punakaiki angekommen bin, sind wir abends noch schnell zu den nicht weit entfernten „Pancake Rocks“ gefahren. Anhand der Bilder kann man sehr schnell erkennen, woher der Name stammt. Diese Steinformationen haben sich über die letzten Millionen von Jahren gebildet und sind heute eine sehr beliebte Touristenattraktion in Neuseeland. Nach gut 20 min hat man alles gesehen und konnte ein paar schöne Bilder machen. ;) Am nächsten Morgen ging es dann für mich Richtung „Arthur’s Pass“, der Verbindungsstraße zwischen Ost- und Westküste. Da die beiden weiter Richtung Süden wollten, konnte ich sie nur ein kleines Stück noch mitnehmen, dann hieß es Abschied nehmen. Es waren echt zwei sehr schöne Autofahrten mit den beiden und ich hatte durch sie nette Beifahrer. 

Nachdem ich dann links in Richtung Osten abgebogen bin, kam mein kleines Auto echt ins Schwitzen. Aber bevor es richtig in die Berge reinging, bin ich noch kurz zum Lake Brunner auf einen Kaffee gefahren, der an der Straße mit 20km ausgeschildert war. Von dort aus ging es dann bergauf in das winzige Dorf „Arthur’s Pass“ mit immerhin 62 Einwohnern. ;) Dieses kleine Dorf ist mit seinen rund 920m das höchstgelegende Dorf Neuseelands, dient aber meistens nur als kurzer Kaffeepausenstop. Da ich bereits mittags angekommen bin, habe ich die Gelegenheit und das gute Wetter genutzt, um noch zu zwei Wasserfällen zu laufen, die nicht weit vom Dorf entfernt lagen. Am nächsten Morgen ging es dann auf der anderen Seite wieder runter und ich bin nach Akaroa gefahren, einer kleinen französischen angehauchten Stadt auf der Peninsula bei Christchurch.

Autofahrt von Arthur's Pass nach Akaroa (215km)

Akaroa hat was von einem kleinen französischen Städtchen und viele Straßennamen sind auf Französisch und es gibt sogar eine Boulangerie. Akaroa liegt auf einer Peninsula, die einst ein Vulkan war. Die Bucht ist der verloschene Krater. Ich habe mir dieses Mal ein außergewöhnlicheres Hostel als sonst ausgesucht und habe in dem „Onuku Farm Hostel“ übernachtet. Die Schaffarm lag 7km außerhalb der Stadt und war nur über eine sehr kleine, sehr kurvenreiche und steile Straße zu erreichen. Das Hostel war aufgeteilt in ein Backpacker-House, einen Van-Park und dem Zeltplatz, auf dem auch ich war. Da ich aber kein Zelt mitgenommen hatte, bin ich dort in einer der kleinen Hütten untergekommen, die ohne Strom waren und an einem durchaus steilen Hang lagen. Unsere Küche war wieder mal eine halbe Outdoor-Küche und auch Dusche und Klo waren ein kleines Erlebnis. Da das Ganze ein Farmgelände war, liefen bei uns die Schafe, Enten und sogar ein Pfau frei rum und  haben uns früh geweckt.
Durch Akaroa war man auch sehr schnell durchgelaufen, aber das kleine Städtchen hatte durchaus seinen Charme. Am nächsten Morgen bin ich dann mit einem kleinen, fast 100 Jahre alten Segelschiff auf See gestochen und bin die große Bucht um Akaroa abgefahren. Auf unserem Trip hatten wir das Glück und konnten neben Delfinen auch noch Pinguine, Seerobben und Albatrosse sehen. Am Nachmittag bin ich dann noch eine „Szenic Route“ Straße einmal um die Peninsula gefahren. Hört sich nach viel an, aber mit einem Durchmesser von ca. 40km war das keine so lange Autofahrt. In einer der Buchten gab es sogar einen passablen Strand, an dem ich dann doch noch mein Picknick auspacken konnte. Am darauffolgenden Tag war eigentlich eine kleine Wanderung geplant, aber da es so heiß war, bin ich nur auf der Farm geblieben und habe in der Sonne mein Buch gelesen. Bei gefühlte 30°C wollte ich mich dann doch keine 800 Höhenmeter hochquälen, vor allem, wenn der Großteil des Weges in der prallen Sonne ist.

Ausflüge um Akaroa
Eigentlich war noch ein Tag länger in Akaroa geplant, aber ich habe mich spontan entschieden, noch einen kurzen Abstecher nach Methven zu machen, um von dort aus zu einer weiteren „Herr der Ringe“ Kulisse zu fahren. Ich bin dann von Akaroa aus etwas ins Landesinnere gefahren und in dem kleinen, ziemlich leblosen Städtchen Methven (1000 Einwohner) gelandet, welches direkt an der Bergkette der Alpen lag. Von dort aus war es dann noch eine Stunde Autofahrt zum Mount Sunday, davon mal wieder einige Kilometer auf einer Schotterpiste. Mount Sunday stellt im Film die Stadt in Rohan da, dir auf dem kleinen Berg inmitten einer wunderschönen Berglandschaft liegt. Das Wetter meinte es diesmal nicht so gut mit mir und es hat immer mal wieder geregnet. Als ich mich dann auf zum Berg/Hügel gemacht habe, hatte es kurzeitig aufgehört zu regnen, aber die nächste Regenfront rückte schnell näher. Oben angekommen hieß es dann schnell Fotos machen und husch zurück zum Auto. Landschaftlich war der Berg echt traumhaft schön und zudem eine kostenlose Attraktion, aber warum Leute dort eine 250$ Tour hinmachen, konnte ich nicht nachvollziehen… immerhin war es „nur“ ein Berg und vom Set nichts mehr zu sehen. ;) Dort oben bin ich sogar wahrhaftigen Fans begegnet, die riesige Schwerter mit nach oben getragen hatten, um dort mit ihnen zu posieren, haha.

Autofahrt von Akaroa nach Oamaru (300km)

Von Methven ging es dann am nächsten Tag ins 200km südlich gelegene Oamaru, einem kleinen sehr historischen Städtchen (12.000 Einwohner) an der Ostküste. Oamaru ist eine der wenigen Städte in Neuseeland, die noch viele historische Gebäude besitzt und hat somit mal ein etwas schöneres Stadtbild, als die meisten Städte hier. Irgendwie hatte ich mir von Oamaru mehr versprochen, aber leider war auch hier alles seeeeeehr langsam und nicht wirklich viel los (die Innenstadt bin ich in einer Stunde gemütlich abgelaufen…). Eigentlich hatte ich mich auch dort auf eine Zwergpinguinkolonie gefreut, die jeden Abend bei Sonnenuntergang an derselben Stelle an Land geht. Aber leider kostet das Spektakel 35$ (!!!) „Eintritt“, um den 150 Pinguinen beim Landgang hinter einer Absperrung zugucken zu können. Das habe ich mir dann nicht gegönnt…
Als nächstes steht der Catlins National Park ganz im Süden der Insel an und von dort aus geht es dann wieder nördlich Richtung Berge.
Bis dahin, lasst es euch gut gehen!

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