Endlich habe ich es mal wieder geschafft und mir Zeit genommen, über meinen nächsten Reiseabschnitt zu schreiben. :)
In Motueka bin ich in einem wunderschönen Hostel etwas außerhalb der "Stadt" untergekommen. Motueka ist im Sommer eine sehr belebte kleine Stadt, zählt aber nur rund 7000 Einwohner. Da das Wetter weiterhin so gut mitspielte, habe ich gleich am nächsten Tag einen Tageskayakausflug in den Abel Tasman National Park unternommen. Morgens um 8 ging es pünktlich los und wir sind mit einem kleinen Shuttle in das nicht weit entfernte Marahau gefahren, von wo aus die ganzen Wassertaxen den Abel Tasman NP entlang fahren. Wir wurden mit unseren Kayaks in der Awaroa Bay abgesetzt und sind von dort aus südlich zur Onetahuti Bay gepaddelt. Das Meer war zum Glück super ruhig und wir konnten die weißen Sandstrände nd das türkisfarbende Wasser genießen. Auf dem Weg zur unserer Zielbucht sind wir durch ein Meeresreservat durchgepaddelt und haben einige Seerobben zu Gesicht bekommen, die um unsere Kayaks geschwommen sind. Zum Mittagessen haben wir an einem wunderschönes kleinen Strand gehalten, wo wir dann auch zu einer Seerobbe ins Wasser gehen konnten. Am Ende des Tages war ich echt erledigt, aber es war ein gelungener Tag!
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| Streckenwanderung & Kayaktrip |
Am nächsten Tag habe ich mich auf meine erste (und einzige) Streckenwanderung begeben. Ich bin morgens mit dem Auto wieder nach Marahau gefahren und von dort aus rund 14km entlang der Küste zur Anchorege Bay gelaufen. Dort angekommen, hat sich die Sonne auch wieder von ihrer schönsten Seite gezeigt und ich habe noch zwei Stunden am Strand gelegen, bevor ich auf meine schwimmende Unterkunft gehen konnte. Diese Nacht habe ich mir etwas Luxus gegönnt und mich in einem Dorm auf einem Boot eingemietet, welches ein umfangreiches BBQ und gutes Frühstück geboten hat. Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufstehen, da ich den ersten Teil der Strecke über eine kleine Abkürzung zurücklegen wollte, es es dazu Ebbe benötigte. Damit bin ich um 8 Uhr in der Früh losgelaufen, was am Ende aber gar nicht so schlecht war, da es später am Tag immer wärmer wurde. Gegen 13 Uhr bin ich dann wieder rund 14km (diesmal aber deutlich anstrengender, da steiler!) in meiner Zielbucht "Onetahuti" angekommen, von wo aus mich ein Wassertaxi wieder zurück zum Auto gebracht hat.
Am nächsten Tag ging es dann Richtung Collingwood, ein kleines Örtchen (rund 60 Einwohner) ca. 90km nördlich von Motuka und der letzten "größeren" Ortschaft vor dem Farewell Spit. Auch dort hatte ich wieder Glück mit meinem Hostel und habe mit dem Somerset House ein schönes kleines, familiäres Hostel erwischt.
Von dort aus habe ich am ersten Tag einen Ausflug zum Whariki Beach gemacht, der mich sehr and die wunderschönes rauhen Küsten von Nordirland erinnert hat. Dort gab es einen kleinen Rundweg, der mich zum Schluss an den Strand gebracht hat, wo ich dann meine erste Seerobbe an Land sehen konnte. Anschließend ging es dann noch auf einen kurzen Abstecher zum Cape Farewell, dem nördlichsten Punkt der Südinsel. Von dort aus hatte man einen herausragenden Blick auf den Whariki Beach und Farewell Spit.
Den Tag darauf bin ich wieder etwas Richtung Süden nach Takaka gefahren, wo ich einen kleinen Spaziergang zu den Wainui Falls und den Rawhiti Höhlen gemacht habe. Nachmittags war ich dann noch im Örtchen unterwegs und auf dem Rückweg habe ich noch bei den Te Waikoropupu Springs halt gemacht, einer der größten Frischwasserquellen Neuseelands.
Am letzten Tag in Collingwood habe ich eine Tour zum Farewell Spit gemacht, einem Naturreservat am nördlichsten Zipfel der Südinsel. Man darf dort nur ca. 4km des insgesamt 35km langen Sandstrandes selber laufen, um den Rest zu sehen, muss man eine Tour machen (es gibt auch nur eine Company). Da man mit dem Bus am Strand entlangfährt, richten sich die Abfahrtszeiten nach der Ebbe. Ich hatte mal wieder richtig Glück und durfte um 6:30 Uhr auf der Matte stehen. ;) Das frühe Aufstehen hat sich aber gelohnt, da man mit einem schönen Sonnenaufgang und einer tollen Atmosphäre am Strand belohnt wurde. Insgesamt waren wir 20 Leute im Bus und hatten einen tollen Tourguide, der uns alles über die Tiere auf dem Farewell Spit erzählen konnte. Nach guten 6 Stunden waren wir dann wieder zurück in Collingwood. Da Nachmittags noch etwas Zeit war, bin ich mit einer Französin, die ich im Hostel kennen gelernt habe, noch in ein Café gefahren und hab mir ein schönes Eis gegönnt. :)
Am nächsten Morgen hieß es dann wieder Koffer packen und ich war schon etwas traurig, diesen idyllischen Ort zu verlassen. Von dort aus habe ich mich auf den Weg Richtung Westküste nach Punakaiki gemacht. Aber was wäre eine Autofahrt ohne Zwischenstop! Da ich auf der Hinfahrt die Abzweigung zum Chatwald und Harwoods Hole verpasst habe, habe ich auf dem Rückweg besonders gut aufgepasst und den Weg diesmal gefunden. Von der Haupstraße ging es rund 11km auf einer super engen und kurvigen Schotterpiste zum Chetwald, einer Herr der Ringe Kulisse (erster Teil, in dem Aragorn die Hobbits durch den Wald um Bree begleitet) und dem Harwood's Hole. Harwood's Hole liegt im Chetwald und ist ca. 2km vom Parkplatz entfernt. Am Ende es Weges kann man einen kleinen Blick in das riesige Loch erhaschen, welches selbst für erfahrene Höhlenwanderer/kletterer sehr anspruchsvoll und gefährlich ist. Die Höhle hat einen Durchmesser von 50m und geht senkrecht 180m (!!!) runter und ist damit Neuseelands teifster, senkrechter Höhlenschacht. Insgesamt ist die Höhle 350m tief. In der Höhle wurden auch Szenen vom ersten Hobbit Film gedreht.
In Motueka habe ich dann ein amerikanisches Pärchen eingesammelt, welches auch Richtung Westküste wollte. Somit war dann meine 5 Stunden Autofahrt sehr unterhaltsam und am Ende sind die beiden dann noch im gleichen Hostel wie ich abgestiegen.
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| Autofahrt von Collingwood nach Punakaiki (350km) |
So, das wars mal wieder! In den nächsten Tagen bin ich Richtung Ostküste unterwegs und überquere zum ersten Mal Neuseelands Alpen.
Bis dahin, lasst es euch gut gehen! :D




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