Montag, 2. Februar 2015

Roadtrip Teil 4: Catlins - Manapouri (Doubtful Sound) - Queenstown - Wanaka (21.1. - 29.1.)


Hier kommt nun der vorletzte Reisebericht meines Roadtrips.

Autofahrt von Oamaru zur Surat Bay (280km)
Mittlerweile bin ich im Süden der Südinsel angekommen, genauer gesagt in der "Surat Bay" in der Nähe von Owaka. Mein Hostel lag direkt am Strand und hatte ein super schönes Sonnendeck mit Liegestühlen, von wo man die Seelöwen am Strand beobachten konnte. Insgesamt hatte ich zwei volle Tage in den Catlins und habe in dieser kurzen Zeit viel gesehen.
Ich bin am ersten Tag  zuerst zum "Slope Point" gefahren, dem südlichsten Punkt der Südinsel (der südlichste Punkte Neuseelands ist Stewart Island), der 4800km vom Südpol und 5100km vom Äquator entfernt liegt. Von dort aus hatte man einen schönen Blick auf die lange raue Küste der Catlins. Anschließend bin ich in die "Curio Bay" zum versteinerten Wald gefahren. Im versteinerten Wald sieht man die Baumstümpfe an der Küste, die vor einer sehr sehr langen Zeit dort standen und mittlerweile zu Stein geworden sind. Auf dieser Platform hausen auch viele Gelbaugenpinguine, daher durfte man nur einen kleinen Teil betreten. Pinguine habe ich allerdings nicht gesehen, dazu war es zu früh am Morgen (sie kommen abends vom Jagen zurück an Land). Auf dem Rückweg zum Hostel bin ich an drei schönen Wasserfällen vorbeigefahren, die alle so zwischen 20 und 40min Fußmarsch vom Parkplatz entfernt waren. Alle Wege führten durch einen sehr hübschen Wald und die Wasserfälle hatten durchaus ihren Charme. Der höchste Wasserfall maß immerhin 35m, leider waren alle drei sehr ruhig, da es in den letzten Tagen davor nicht viel geregnet hatte.
Am zweiten Tag bin ich morgens zur "Cathedral Cave" gefahren, einer Höhle mit zwei Eingängen am Strand, die nur bei Ebbe zu erreichen ist. Anschließend bin ich noch zum "Catlins River gefahren" und habe noch einen kleinen Spaziergang entlang des Flusses unternommen. Abends im Hostel hatte ich dann ganz viel Privatsphäre, da außer mir, keiner mehr in meinem Haus war. :) Somit konnte ich in Ruhe auf dem Sonnendeck mein Cider trinken, die Seelöwen am Strand beobachten und dann einen langen DVD-Abend veranstalten. :)

Ausflüge in den Catlins
Meine nächste Station war das kleine Dorf "Manapouri" mit geschlagenen 210 Einwohnern. Das Dorf lag direkt am See "Manapouri" und von meinem Hostel aus hatte ich einen atemberaubenden Blick über den See. Da ich bereits mittags angekommen bin, habe ich noch einen kleinen Ausflug ins 20km entfernte "Te Anau" gemacht. Dort war ich das letzte Mal mit Charlotte und dort beginnt auch die Straße zum "Milford Sound". In Te Anau bin ich kurz durch die Stadt geschlendert und habe mich am Ende mit einem Eis an den See gesetzt und die Sonne genossen. Auf dem Rückweg habe ich noch einen kleinen Abstecher zum "Keppler Track" gemacht, einem der "Great Walks" in Neuseeland. Da der Track mehrere Tage in Anspruch nimmt, bin ich nur die ersten 2 Stunden des Tracks entlang des Flusses gelaufen, der den See Manapouri mit dem See Te Anau verbindet.
Am nächsten Tag stand allerdings die Hauptattraktion dieser Gegend an - der "Doubtful Sound"! 


Autofahrt von Surat Bay nach Manapouri (230km)

Der Doubtful Sound liegt im Fiordland-Nationalpark, dem größten Nationalpark Neuseelands. Da der Doubtful Sound nur per Boot zu erreichen ist, finden sich hier deutlich weniger Touristen als im Milford Sound. Die Tour begann am Morgen um acht Uhr bei schönstem Sonnenschein und die erste Bootsfahrt hat uns innerhalb von 45min über den See gebracht, von wo aus es dann mit dem Bus über den "Wilmot Pass" ging . Der "Lake Manapouri" ist der zweitkleinste der fünf Gletscherseen im Nationalpark und ist bis zu 444m tief! Die Busfahrt über den Pass hat auch gute 40min in Anspruch genommen (da sehr steil und Schotterpiste), aber der Ausblick vom höchsten Punkt über den Sound war echt klasse. Unten wieder angekommen begann nun die "Hauptbootstour" auf dem Doubtful Sound. Der Doubtful Sound ist im Vergleich zum Milford Sound zehn mal größer und an seiner tiefsten Stelle 421m tief, wovon allerdings die ersten zehn Meter noch Frischwasser sind und sich deshalb keine Seelöwen dort aufhalten! Vom Sound aus gehen drei Seitenarme ab und die Berge ringsherum waren über 1000m hoch und hatten Wasserfälle von ca. 600m Höhe. Da es die Tage davor sehr trocken war, waren die meisten Wasserfälle schon verschwunden und die, die man sehen konnte, waren eher kleinere Wasserfälle. Ich war am Tag 5 der Trockenperiode da, ab neun Tagen ohne Regen, wird von einer Dürre gesprochen (es regnet dort über 120 Tage im Jahr und die Fiordlandschaft besteht aus einem Regenwald). Die Bootstour dauerte gute drei Stunden und war echt sehr schön. In einem Seitenarm durften wir auch den "Sound of Silence" erleben, wie er oft genannt wird und mit dem Abstellen des Motors war wirklich nur noch eine traumhafte Stille um uns herum. Zurück ging es dann wieder per Bus und Boot und gegen 16 Uhr habe ich mich dann auf den Weg nach Queenstown gemacht.

Ausflüge rund um Manaporui
Am Abend bin ich dann in Queenstown angekommen, einem kleinen (10.000 Einwohner) aber sehr sehr touristischen Städtchen am Lake Wakatipu. In Queenstown trifft sich die High-Society Neuseelands und auch so jeder halbwegs trinkfeste 18- Jähriger ;). Die Stadt wirkt viel viel lebendiger als Rotorua (hat im Vergleich 50.000 Einwohner) und lebt von seinen Bars, Restaurants, schicken teuren Läden und Angeboten, die das Herz jeden Adrenalienjunkies höher schlagen lässt. Queenstown ist definitiv DAS Touri-Zentrum Neuseelands und ist neben seinen Skigebieten auch für seinen Extremsport wie Bungy Jumping, Sky Diving etc. bekannt.

Autofahrt von Manapouri nach Queenstown (170km)
Am Abend habe ich noch mal kurz Eva getroffen und wir haben uns mit den berühmten "Ferg-Burger" und einem Drink an das Seeufer gesessen und haben den Sonnenuntergang über den Bergen genossen. Am nächsten Tag bin ich mit dem Auto am See entlang nach Glenorchy gefahren, wo ich mir weitere Herr der Ringe Kulissen angeschaut habe und die kleine 2 Stunden "Wanderung" am "Lake Sylvan" unternommen habe. An meinem letzten Tag in Queenstown habe ich mich dann noch zum Mittagessen mit Mandy getroffen, die gerade angekommen war. Leider war unsere Reiseplanung nicht wirklich aufeinander abgestimmt und wir konnten uns nur für ein paar Stunden sehen, da ich dann weiter nach Wanaka gefahren bin.


Ausflüge rund um Queenstown
Wanaka wird oft als kleine romantische Schwester von Queenstown beschrieben und auch ich kann dem kleineren Städtchen (5000 Einwohner) deutlich mehr abgewinnen und habe mich schon auf ein vertrautes Hostel gefreut. Da ich erst am Abend angekommen bin, war der Tag mehr oder weniger gelaufen und ich habe "nur" mein Abendessen auf dem Sonnendeck genießen können. Am nächsten Tag bin ich dan entlang des "Lake Wanaka" zum Beginn der kleinen Wanderung auf den "Rocky Mountain" gefahren. Die Wanderung führte auf die Spitze des Berges von immerhin 770m, wovon ich immerhin gute 500 Höhenmeter zurückgelegt habe ;D. Am Nachmittag bin ich dann noch rüber zum "Lake Hawea" gefahren und habe mir auf dem Rückweg noch ein leckeres Eis gegönnt.

Autofahrt von Queenstown nach Wanaka (70km)
Das wars mal wieder, mein letzter Reisebericht wird auch bald kommen und wir mit dem Mount Cook beginnen!

Bis dahin, haltet die Ohren steif! :)

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